Was ist unter Diskriminierung zu verstehen?

Das Wort Diskriminierung kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt: trennen, absondern, unterscheiden.

Diskriminierung wird heute als jede Form von Benachteiligung, Nichtbeachtung, Geringschätzung, Herabsetzung, Ausschluss oder Ungleichbehandlung von einzelnen Menschen oder Gruppen definiert, aufgrund von tatsächlichen oder zugeschriebenen/angedichteten gruppenspezifischen Merkmalen.

Nach EU – Recht und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) liegt Diskriminierung vor, wenn eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung, aus Gründen der Herkunft, der Religion, der Weltanschauung, des Aussehens, z.B. der Hautfarbe, des Geschlechts, des Alters, der sexuellen Identität oder aufgrund einer Behinderung erfolgt.

Diskriminierung kann unbewusst und bewusst stattfinden.

Diskriminierung ist umfassend. Sie kann auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens stattfinden, insbesondere durch Einschränkung  von Partizipationsmöglichkeiten  am öffentlichen Leben, in der Freizügigkeit, Gesundheit, Ausbildung, Berufsausübung oder bei der Lohnzahlung. Sie ist sowohl auf administrativer (z.B. Institutionen, Gesetze) als auch auf privater (z.B. Nachbarschaft, Freizeit) Ebene gegenwärtig.

Es gibt vielfältige Erscheinungsformen von Diskriminierung.

Unter alltäglicher Diskriminierung sind beispielsweise Vorurteile und ausgrenzende Verhaltensweisen einzelner Personen zu verstehen. So findet auf der  gesellschaftlichen Ebene, Diskriminierung statt, hierzu gehören beispielsweise Traditionen, Gewohnheiten und Gesetze, die zur Ausgrenzung und Benachteilung anderer führen können.
Die strukturelle bzw. institutionelle Diskriminierung umfasst Regeln, Normen, Einstellungen und Verhaltensmuster in Institutionen, die dazu führen bestimmte Gruppen und Personen ungleich zu behandeln oder auszugrenzen, auch wenn diese zunächst neutral erscheinen.